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Mit Kind und Kegel – der Hund in Bewegung [Anzeige]

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit AGILA im Rahmen der Themenwoche „Alles in Bewegung – Fitte Pfoten mit AGILA“.

Wenn ein Kind ins Rudel kommt

Vor eineinhalb Jahren hat sich unser Alltag enorm verändert, als unser Sohn geboren wurde. Nicht nur, was die offensichtlichen Dinge wie Zeitmanagement und Ordnung angeht, sondern auch im Zusammenleben mit unseren Hunden. Ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass das anfangs eine enorme Herausforderung war, die wir erst nach einiger Zeit gemeinsam meistern konnten. Gerade als Mama im Wochenbett war es quasi unmöglich, die Quality Time mit den Mädels zu nutzen, die ich vorher so sehr genossen habe. Aber auch Alltägliches wie Spazierengehen war einfach nicht mehr so, wie wir es alle gewohnt waren.

Die Mädchen selbst mussten auch irgendwie in die neuen Strukturen und Rollen hinein wachsen. Sie mussten lernen, zurückzustecken und zu warten. Es wurde plötzlich laut im Haus und da war so ein kleines Kerlchen, dass Mama & Papa / Frauchen & Herrchen voll beansprucht hat. Es hat mich nicht wirklich verwundert, dass sie dem Ganzen zunächst skeptisch gegenüberstanden und von dem kleinen Drops nicht wirklich was wissen wollten. Das änderte sich erst, mit beginnender Beikostreife des Kleinen – er teilte immerhin mit Leidenschaft sein Essen. Vor allem den Spinat.

Wenn das Kind in Bewegung kommt

Von seinen Fellschwestern motiviert, dauerte es allerdings nicht lange, bis das kleine Mäuschen mobil wurde. Blitzschnell fing er an, ihnen überallhin hinterher zu krabbeln. Wir als Eltern mussten schnell kreativ werden, was Fütterung, Fellpflege und Co. anbelangt. Plötzlich waren da immer zwei kleine Hände, die ordentlich mitmischen wollten.

Als das der Drops dann anfing, auf zwei Beinen zu laufen, gab es kein Halten mehr. Jetzt wurde er zunehmend auch in den Augen der Mädchen zum Spielkameraden. Es vergeht kein Tag, an dem er nicht mit Hazel um den Esszimmertisch flitzt oder sie durch den Garten jagt, wenn sie ihm den Ball nicht zurück gibt.

Für mich als Mutter, die irgendwie alles managen muss, kam mit dem freien Laufen aber eine neue Einschränkung hinzu: hatte ich mit dem Buggy wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit und Routine auf den Spaziergängen zurückerlangt, musste ich dies jetzt wieder abgeben. Mal möchte das Kind in den Buggy, dann wieder selbständig laufen – aber so richtig sicher klappte das anfangs noch nicht auf dem unebenen Waldboden.

Mit Kleinkind kommt auf jeden Fall Action in den Spaziergang.

Mittlerweile macht es aber richtig Spaß, weil der kleine Kullerkeks aktiv mit den Mädchen auf den Spaziergängen spielt, um die Wette rennt und auch gerne mal die Leine hält. Dennoch hat sich die Dynamik innerhalb unseres Familiengefüges enorm verändert: Die Cavaliermädchen achten vermehrt auf mich, nehmen Rücksicht auf den jüngsten im Bunde und haben im Freilauf einen sehr niedrigen Laufradius etabliert. Außerdem sitzt der Rückruf besser denn je – er ist jedoch kaum noch nötig, weil wir ein eingespieltes Team sind und viel über die Körpersprache läuft. Ich kann mich immer auf die drei verlassen. Mit einer Ausnahme: Hayley bleibt wenn wir allein unterwegs sind eher an der Leine- sicher ist sicher. Weil das Kleinkind aber dennoch noch nicht so schnell hinterherkommt und die Mädchen sich nicht langweilen sollen, haben wir uns auch auf den Spaziergängen ein paar Alternativen überlegt. Dadurch soll ein bisschen Abwechslung für sie ins Spiel kommen. Zwar dauern unsere Spaziergänge im Schnitt genau so lange wie vorher, allerdings schaffen wir bei weitem nicht die Kilometer, die wir vor der Geburt gewohnt waren.

Tricktraining

Die meisten Tricks klappen Zuhause super und draußen eher nicht so gut. Woran das liegt? Keine Ahnung, ich bin ja kein Experte. Aber ich schätze, es hat viel mit der Ablenkung draußen zutun. Deshalb haben wir uns früh angewöhnt, die Hunde auf dem Spaziergang immer mal wieder ein paar Tricks vorführen zu lassen. Das trainiert bei drei Hunden übrigens auch die Geduld und die Frustrationstoleranz: Während ein Hund im Fokus der Aufmerksamkeit ist, müssen die anderen warten. Gleichzeitig laufen zwei Hunde weg und der „Trickdog“ muss bei mir warten und den Clown spielen. Gar nicht so easy!

Schnüffelspiele

Wenn wir irgendwo sind, wo ich einen guten Überblick habe, verstecke ich gerne Leckerli in Baumhöhlen oder in anderen Verstecken. Die Cavaliers dürfen dann erschnüffeln, wo ich etwas versteckt habe. Der Finder darf’s behalten! So kann das Kind in Ruhe Steine und Stöckchen begutachten, die Mädels sind beschäftigt und ich muss mich nicht in zwei teilen. Win, win, win!

Spielzeug mitnehmen

Hazel liebt es, Dinge zu apportieren. „Endlich ein Hund nach meinem Geschmack!“, würde Herrchen jetzt sagen. Recht hat er. Immerhin hat es drei Hunde gedauert, bis endlich einer dabei war, der apportiert. Sie macht das wirklich klasse, weswegen wir für sie fast immer ein Spielzeug dabei haben. Wenn sie es nicht gerade apportiert, trägt sie es stolz neben uns her. So ist der kleine Wirbelwind der Familie auch immer gut beschäftigt und zufrieden.

Neue Wege

Das ist unsere liebste Methode, um Abwechslung in die Spaziergänge zu bringen. Wir überlegen uns mindestens ein Mal die Woche eine neue Route, die wir entlang spazieren. So haben wir alle ein wenig Abwechslung: Mama, Papa, (Hunde-)Kinder. Es gibt für jeden etwas Neues zu entdecken und ist für uns auch eine wunderbare Tradition geworden, die wir nicht mehr missen wollen.

Auf neuen Strecken gibt es immer Etwas zu entdecken!

Auslastung: wenn es dem Kind nicht gut geht / Schlechtwetter-Beschäftigungen

Leider gibt es auch Tage, an denen das Kind krank ist und im Bett oder auf dem Sofa liegen bleiben möchte. Da kann ich mich krumm machen, wie ich möchte. Wenn ich nicht mit schreiendem Kind durch den Ort spazieren will, muss ich abwarten, bis der Papa nach Hause kommt. Viel Bewegung gibt es bis dahin aber nicht wirklich.

An solchen – zum Glück seltenen – Tagen müssen dann Alternativen her. Zuhause dürfen die Mädchen natürlich jederzeit in den Garten, ganz unabhängig davon, ob wir gerade spazieren waren oder nicht. Hayley macht ihre Kontrollgänge am Zaun, während Hazel buddelt. Darida schaut sich das Ganze immer nur kurz an und möchte dann wieder rein und ins Körbchen. Wenn das Wetter nicht mitspielt und meine Nerven nicht gerade für einen Wellness-Hunde-Tag ausgelegt sind, fällt diese Option leider aus. Aber es gibt zum Glück noch einige Möglichkeiten, die ich dir gerne vorstellen möchte. Das Beste: du kannst es ganz easy Zuhause nachmachen, weil du sicher alles bereits da hast. Spoiler: Es handelt sich dabei um viele Methoden, die wir auch draußen gerne nutzen. Sie werden nur ein wenig umgewandelt.

Leckerli-Schnüffeln

Einige von euch haben sicher einen sogenannten Schnüffel-Teppich Zuhause. Super praktisch: er bietet viele Möglichkeiten, um kleine Leckereien für die Hunde zu verstecken. Diese können sich ihren Snack dann durch schnüffeln verdienen. Da ist zwar nicht viel mit Bewegung, Auslastung schafft es aber allemal. Wenn du aber keinen solchen Teppich da hast, kannst du alltägliche Gegenstände nutzen.

Bei uns ist eine leere Klorolle der Hit: einfach den äußeren Rand der Klorolle nach innen knicken und die Leckerli einfüllen. Anschließend wiederholst du auf der anderen Seite das Einknicken und gibst deinem Hund die Rolle zum auspacken.

Tricktraining

Ich liebe liebe liebe Tricktraining. Aber auch, weil die Mädchen so viel Spaß daran haben. Du brauchst nur Leckeren und/ oder einen Clicker, um im richtigen Moment zu belohnen. Fertig! Hier habe ich bereits beschrieben, wie wir das mit dem Flicker machen und hier findest Du eine Übersicht mit ein paar einfachen Tricks, die uns super viel Spaß gemacht haben. Es macht so viel Spaß, weil man total kreativ werden kann. Du entscheidest in Abhängigkeit von der körperlichen (und mentalen Verfassung) deines Hundes (und dir), wie viel Bewegung und welchen Schwierigkeitsgrad du euch zumutest.


Wichtig: Habt einfach Spaß! Achte außerdem darauf, dass du einen Hund nicht überforderst. Mach lieber eine Pause, wenn du das Gefühl hast, dass er langsam erschöpft ist.

Und wenn alles nichts hilft…

… bleiben wir halt auch einfach mal auf der Couch. Versteht mich nicht falsch, kleine Pipi-Runden sind immer drin (allein, weil ich sonst nonstop großes Geschäft aus dem Garten aufsammeln müsste, damit das Kind nicht rein tritt). Aber es gibt Tage, wie am Tag nach meiner 2. Covid-19-Impfung, da ist einfach nichts zu holen. Da überleben wir einfach irgendwie. An solchen Tagen bleiben wir Zuhause, es gibt keine Action und es sind trotzdem alle zufrieden – und wir leben noch.

Wie ist es bei dir? Was sind deine Methoden/ Alternativen? Wie hältst du deinen Hund fit und in Bewegung ?

Noch mehr Ideen gefällig?

Dann ab zu unseren Bloggerkollegen, die ebenfalls tolle Ideen und Beiträge zum Thema Bewegung und Fitness verfasst haben:

Behütet&Geliebt, Buddy&Me, Reva&Me, Labrador Laika, Schokolabbi Lando, Dogsoulmate, Verbellt&Verhoppelt, Verpinscht, Einhundrudel und Dreipunktecharlie.

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